Projekt im Rampenlicht: Gemeinschaftszentrum De Wiek in Zele
22/10/2014

Aktuelle Übersicht
Box-in-Box
Das Konzept für die Fassade ergibt sich aus dem allgemeinen Gebäudekonzept, das nach dem Box-in-Box-Prinzip konzipiert wurde. Architekt Michel Zaan (ABSCIS architecten) erklärt: „Das eigentliche Saalvolumen ist im gesamten Gebäude aufgrund seiner Form, des Volumens und der roten Farbe sichtbar vorhanden. Rundherum entsteht eine 2., eher neutrale Gebäudehülle. Diese wurde einerseits wegen des öffentlichen Charakters des Gebäudes möglichst transparent gestaltet. Andererseits verfügt sie wegen der für Ausstellungen verlangten Wandfläche über die dazu benötigte geschlossene Fläche.“
 
Relief in der Fassade
Der Architekt entschied sich für Mauerwerk, weil dieses am besten zu den Gebäuden in der Umgebung passte. Angesichts der Größe des Gebäudes sind auch die Fassadenflächen sehr groß. „Dadurch kommt ein spezieller Mauerwerksverband mit hinausragenden Köpfen gut zur Geltung. So entsteht ein Schattenspiel im Fassadenrelief, was der Fläche der markantesten Fassade eine sanftere Ausstrahlung gibt,“ berichtet Michel Zaan. Dieser Mauerwerksverband wurde auch für die Süd- und Westfassade angewandt. Hier wurden die Köpfe jedoch weggelassen, wodurch eine Fassade mit Claustra-Mauerwerksverband entsteht (siehe Fotos). Die Südfassade fungiert als Sonnenschutz sowie als „Privacy-Schirm“ für die rückwärtigen Fenster. An der Westfassade dienen die Öffnungen im Mauerwerksverband zur Belüftung der dahinter befindlichen Technik. Um den Mauerwerksverband am besten zur Geltung zu bringen, entschied sich der Architekt für eine gleichmäßige, hellgraue Farbe: Quartis.
 
Projektdaten:
Architekt: ABSCIS architecten, Gent (BE)
Bauunternehmer: Dero Construct, Zele (BE)
Vandersanden-Verblender: Quartis
Mauerwerksverbände: Kombination von Blockverband mit Claustra-Mauerwerksverband
Formate Verblender: 2 Schichten in Modulformat 50, Kantelköpfe (Kopf = kurze Seite des Verblenders) im Dickformat
 
Fotos: Steven Massart (www.stevenmassart.be)